Samstag, 24. Dezember 2011

Warum brauchen wir den Weihnachtsmann? (Überarbeitet 5.01.2013)

Weihnachtsgrüße von der Seebrücke Binz, Rügen, 24.12.2010
Die achtjährige Virginia O’Hanlon will wissen, ob es den Weihnachtsmann gibt. Ihr Vater rät ihr, die Zeitung zu befragen, weil diese immer die Wahrheit schreibe. Ob der Vater seinen Worten glaubt oder die Tochter mit einer Lüge abwimmeln will, ist nicht überliefert. Erhalten blieb jedoch ein legendärer Briefwechsel aus dem Jahr 1897, den die 'Welt am Sonntag' seit 34 Jahren in ihrer Weihnachtsausgabe druckt.
Virginia stellt eine briefliche Anfrage an die 'New York Sun':

'Lieber Redakteur: 
Ich bin acht Jahre alt. Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Papa sagt: ‚Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘ Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann? 

Virginia O’Hanlon. 115 West Ninety-fifth Street.'

Freitag, 23. Dezember 2011

Skizze einiger Gedanken zur Organisation sozialer Netze

Grundsätzliches zu Typen sozialer Beziehungen

Vorbemerkung
Dieser Post enthält Fragmente noch nicht abgeschlossener Überlegungen zur Bedeutung sozialer Netze im Hinblick auf ihre Relevanz für einige aktuelle Trends. Nach Abschluss der Bearbeitung wird demnächst ein neuer Artikel diesen Post ersetzten.
 
Die Organisation sozialer Beziehungen kennt mehrere Varianten, die kontextabhängig auftreten:
  1. Netzartige Strukturen bauen auf Prinzipien von Regeln der Gegenseitigkeit auf. Sie bündeln Ressourcen individueller Akteure auf informelle Art und Weise in flachen Strukturen ohne formelle Hierarchie.
  2. Formelle Organisation, die nicht auf Zwang beruhen, verteilen Rechte und Pflichten der Teilnehmer hierarchisch mittels formeller Verträge.
  3. Institutionen sind Einrichtungen, die für das Überleben von Kulturen relevant sind. Sie bündeln Sitten und Gebräuche für bestimmte Handlungsfelder wie z.B. Kooperation und Reproduktion.

Samstag, 10. Dezember 2011

Götter, Menschen und Kulturen

Der Besuch unserer australischen Freunde motiviert uns zu einer Rundreise durch die neuen Bundesländer, bei der Berlin und die 'Museumsinsel Berlin' selbstverständlich Bestandteil unseres Programm sind. Im Pergamonmuseum stehen wir wieder einmal vor dem absolut beeindruckenden Pergamonaltar, der den Anstoß zum Bau dieses 1930 eröffneten Museums gegeben hat. Auf die Frage nach der Bedeutung der dargestellten Szenen kennen wir gerade ein paar Namen, wissen aber nichts über ihre Semantik. Es ist an der Zeit, dieses Versäumnis nachzuholen. Der Post über den Besuch der Museumsinsel umfasst einige Ergebnisse unserer Recherchen.
Link zum Post über den Besuch der Museumsinsel Berlin vom 24.10.2011

Der Lebensraum griechischer Götter ist vergiftet von Inzest, Ehebruch, Vergewaltigung, Promiskuität, Eifersucht, Egoismus, Respektlosigkeit, Rücksichtlosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Verrat, Illoyalität, Raub, schwere Körperverletzung, Mord etc. Dieses Untugenden, Laster, Sünden und Verbrechen sind Menschen nicht fremd und können auch nur darum in der Mythologie beschrieben werden. Ein dauerhaftes Zusammenleben von Menschen wäre jedoch in dieser Dimension von Regellosigkeit in komplexeren sozialen Strukturen völlig ausgeschlossen. Für uns drängt sich die Frage auf, was nur mit den griechischen Göttern los ist. Wie kann es zu diesen Auswüchsen kommen? Spinnen die Götter?