![]() |
Adolph von Menzel, Ansprache Friedrichs des Großen |
![]() |
| Buchcover, Friedlos, Eckart Conze |
Am 29.06.2026 stellte der Neuzeithistoriker Eckart Conze in der Fritz Thyssen Stiftung sein jüngstes Buch mit dem Titel „Friedlos. Die Deutschen zwischen Kriegsgewalt und Friedenssuche. Von 1648 bis heute“ vor. Der Besuch der Veranstaltung inspiriert zur Beschäftigung mit der Thematik. Das Cover des Buchs zeigt Adolph Menzels (1815–1905) unvollendetes Historienbild „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generäle vor der Schlacht von Leuthen“. Die Szene des Bilds bezieht sich auf den von 1756 bis 1763 ausgetragenen Siebenjährigen Krieg, der mit dem Siebenjährigen Krieg in Nordamerika eng verwoben ist. Warum das Bild unvollendet blieb, hat Jürgen Kloosterhuis recherchiert. WELT: Was während der berühmten Rede vor Leuthen geschah.
Das Bild ist eine Metapher für Eckart Conzes Verständnis von Geschichte, die komplexe Mischungen von Bedingungen oft nur unvollständig entschlüsseln und erklären kann. Ähnlich wie Adolph Menzel in seinem Bild trifft historische Wissenschaft auf Leerstellen von Realität. Im Unterschied zu Adolph Menzel füllen wissenschaftliche Expertise und Fantasie Leerstellen mit spekulativen Erklärungen, die eventuell plausibel und in wissenschaftlicher Methodik als Heuristik zu verstehen sind, aber oftmals strittig diskutiert werden.
Dieser Post verknüpft von Eckart Conze vorgezeichnete Entwicklungslinien skizzenhaft mit sozialen Prozessen, die maßgebliche
Einflüsse auf Gestaltungen weltanschaulicher Ideen, auf das Denken von Menschen und
auf soziale Ordnungen politischer Makrostrukturen ausüben.

